Thema : Elektrik Grundlagen

Kleine Inhaltsangabe :

*Atomaufbau
*Erklärungen zu Spannung , Strom , Wiederstand
*Möglichkeiten der Spannungserzeugung
*Wirkungen des elektrischen Stromes
*Erste Hilfe bei Stromunfällen ( UVV , Was tun wenn ? )
*Spannungsarten ( AC - DC )
*Erklärung Schaltpläne ( Wer , Was , Wie , Wo )
*Klemmenbezeichnung ( Sind die nötig ? )
*Multimeterarten
*Übersicht : Spannungs - Strom - und Wiederstandsmessungen
*Ohmsches Gesetz

Der Atomaufbau :




Das Wesen der Elektizität ist aus dem Aufbau der Atome zu erklären .Ein Atom ist ein unvorstellbar kleines Masseteilchen .
Es besteht aus einem Atomkern , um den eine bestimmte Anzahl der Elektronen kreisen .
Der Atomkern , ist positiv geladen .
Die Elektronen negativ geladen .

Teilchen mit einer elektrischen Ladung üben aufeinander aus . Bekannt ist dieses Verhalten vom MAGNETISMUS .

Ungleichnamige Pole ziehen sich an , gleichnamige Pole stossen sich ab .
Bei einem vollständigen Atom hat der Atomkern genauso viele positive Ladungen , wie Elektronen um ihn kreisen .
Ein vollständiges Atom ist darum elektrisch neutral .

Erklärung zu Spannung , Strom , und Wiederstand :

Spannung :



Eine Spannung ist dadurch gekennzeichnet , dass sich an ihren Polen unterschioedliche Ladungen befinden .
Am Minuspol herrscht Elektronenüberschuss , und am Pluspol Elektronenmangel .
Elektrische Spannung entsteht durch Ladungstrennung .Die unterschiedlichen Ladungen haben das Bestreben , sich auszugleichen .

Physikalische Größe : Spannung
Formelzeichen : U
Einheit : Volt
Einheitzkurzzeichen : V

Strom :



Wird der Stromkreis geschlossen , bewegen sich die Elektronen aufgrund der elektrischen Spannung vom Minuspol zum Pluspol durch den Leiter .

Strom fließt nur in einem geschlossenem Stromkreis . Die Elektronen bewegen sich in einem geschlossenem Stromkreis Vom Minuspol zum Pluspol ( pysikalische Stromrichtung ) .
Es gilt aber die Festlegung : Der Elektrische Strom flißt von Plus nach Minus ( technische Stromrichtung ) .

Pysikalische Grösse : Stromstärke
Formelzeichen : I
Einheit : Ampere
Einheitskurzzeichen : A

Wiederstand :

Werkstoffe mit vielen freien Elektronen sind gute Leiter . Sie setzten den Elektronen bei ihrer Bewegung nur wenig Wiederstand entgegen .
Werkstoffe mit wenig freien Elektronen sind schlechte Leiter . Sie setzten den Elektronen einen großen Wiederstand entgegen .

Der Elektrische Wiederstand ist die Behinderung der Elektronenwanderung durch den Gitteraufbau des Leiters . Jeder Leiter und damit jeder Verbraucher setzt dem Strom einen wiederstand entgegen . Durch die Verwendung gut leitender Werkstoffe lässt sich der Wiederstand der Zuleitungen klein halten .

Kleiner Wiederstand : Viele freie Elektronen
Großer Wiederstand : Wenige Elektronen

Pysikalische Grösse : Wiederstand
Formelzeichen : R
Einheit : Ohm
Einheitskurzzeichen :

Möglichkeiten der Spannungserzeugung :

Die Änderung eines magnetischen Feldes erzeugt in einem Leiter eine Spannung .
Diese Art der Spannungserzeugung nennt man INDUKTION .

Beispiele dafür : Generator , Zündspule , OT - Geber

Taucht man zwei verschieden Metalle in einem Elektrlyten , so entsteht durch chemische Umsetzung eine Spannung.

Beispiel dafür : Bleiakkumulator , Batterie

Erwärmt man die Verbindungsstelle zweier verschiedener Metalle , so entsteht eine THERMOSPANNUNG .

Beispiel dafür : Temperaturfühler für Öltemperatur .

Fällt Licht auf eine Selenzelle , so entsteht eine FOTOSPANNUNG .

Beispiel dafür : Spannungsquelle für Taschenrechner

Werden Isolierstoffe ( Kunststoff , Glas ) mit Fell bzw. Leder gerieben ,so entsteht eine STATISCHE AUFLADUNG .

Beispiel dafür : Teppich , Kamm

Verschieden Kristalle bilden bei Druck - oder Zugbeanspruchung eine elektrische SPannund , die PIEZOSPANNUNG .

Beispiele dafür : Klopfsensor , Saugrohrdruckfühler


Wirkungen des Elektrischen Stromes :

Wärmewirkung :
Durch Reibungen der Elektronen im Leiter entsteht Wärme

Beispiele dafür : heizbare Heckscheibe , Vorwärmeeinrichtung am Ansaugrohr, Zigarettenanzünder

Chemische Wirkung :
Fließt Strom durch eine elektrisch leitende Flüssigkeit ( Elektrolyt ) , so wird diese zersetzt .

Beispiele dafür : Verkupfern , Verchromen , Aluminiumgewinnung

Magnetische Wirkung :
Jeder stromdurchflossene Leiter ist von einem Magnetfeld umgeben .

Beispiele dafür : Relais , Magnet , Elektromotor

Lichteinwirkung :
Prallen Elektronen auf Gasteilchen , so leuchten diese auf .

Beispiele dafür : Zündfunke an der Zündkerze , Neonröhren

Pysiologische Wirkung :
Fließt Strom durch ein Lebewesen , so werden Nerven und Muskeln des Körpers beeinfliußt .

Beispiele dafür : elektronische Zündsysteme , Herzschrittmacher

Erste Hilfe bei Stromunfällen ( UVV , Wie muss ich Vorgehen ):

Ganz Wichtig zuallererst , muss der Strom abgestellt werden .
Falls dies nicht möglich ist , den Verletzen von den unter Spannung stehenden Teilen trennen , dabei niemals direkt anfassen .
Dann : Bei Atemstillstand dem Verletzten sofort Sauerstoff durch Atemspende zuführen .Nach der ersten Atemspende immer die Herz - Kreislauf - Funktion durch Tasten des Pulses an der Handschlagader überprüfen .
Bei Kreislaufstillstand sofortige Herzdruckmassage im Wechsel mit Atemspende durchführen .
Herz - Lungen - Wiederbelebung NICHT UNTERBRECHEN .
Arzt oder Rettungswagen durch anderen Personen herbeirufen lassen .

Spannungsarten :

Die Bewegung der Elektronen kann sich nach Grösse und Richtung ändern . Man unterscheidet daher verschiedene Spannungsarten :

Gleichspannung :
Die Elektronen fliessen stets mit gleicher Stärke in gleicher Richtung .
BEZEICHNUNG : DC ( Direct Current )

Wechselspannung :
Die Elektronen ändern mehrfach ihre Richtung und die Strömstärke in der betrachtener Zeit .
BEZEICHNUNG : AC ( Alternating Current )

Mischspannung :
Durch Überlagerung ( Mischung ) von Gleich - und Wechselspannung können Mischspannungen entstehen , bei denen sich nur die Spannungshöhe , aber nicht die richtung änert .
BEZEICHNUNG : DC ( Direct Current ) mit überlagert AC ( Alternating Current )

Schaltpläne :
Bei der Vielzahl der vorhandenen Systeme muss sich der Mechaniker die benötigten Informationen zur Problemlösung aus den Unterlagen der Hersteller beschaffen .
Schaltpläne sind dabei die Hauptinformationsquelle zum Erkennen der Wirkzusammenhänge der eingebauten Bauteile .

Der GESAMTSCHALTPLAN stellt sämtliche Stromkreise des Fahrzeugs dar . Bevorzugt werden von den meisten Herstellern TEILSCHALTPLÄNE , die einen abgegrenzten Bereich , z.B nur die Zündung oder nur die Beleuchtung , behandeln .
Sie enthalten dann auch nur die Informationen , die für diesen Bereich wichtig sind .

Bei Schaltplänen unterscheidet man zwischen dem .....
*Anschlussplan
*Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung
*Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung

Anschlussplan :
Aus dem Anschlussplan sind die Anschlussklemmen einer elektrischen Einrichtung und die Leitungsverbindungen sichtbar . Dieser Plan dient als Unterlage für den Anschluss bzw. Austausch elektrischer Bauteilen .

Stromlaufplan :
Der Stromlaufplan ist die ausführliche Darstellung einer Schaltung mit allen Einzelheiten und daher die von den Herstellern am meisten verwendeten Darstellungsarten .

Stromlaufplan in aufgelöster Darstellung :
Die Schaltung wird nach Stromwegen ( von + nach - ) aufgelöst .
Dabei werden die Schaltelemente getrennt - ohne Rücksicht auf ihrer Lage im Fahrzeug - angeordnet . Die Stromwege sollen gradlinig und kreuzungsfrei verlaufen .

Stromlaufplan in zusammenhängender Darstellung :
Die Einzelteile einer Schaltung , dass Leitungsnetz und die Innenschaltung der Geräte werden am ausführlichsten dargestellt .Der Leitungsverlauf soll übersichtlich sein , auf die räumliche Lage der Geräte braucht keine Rücksicht genommen werden .

Kennzeichnung elektrischer Geräte :
Die Kennbuchstaben ( z.B S ) kennzeichnen eindeutige Geräte , die einem Schaltplan aufgeführt sind . die nachfolgenden Zahlen dient der laufenden Ummerierung aller vorkommenden Bauteile mit gleichen Kennbuchstaben .


Klemmenbezeichnung :
Neben den Kennbuchstaben für die Geräteart sehen Sie im Schaltplanausschnitt noch weitere Bezeichnung der Bauteile .
Wenn z.B das Bauteil S2 ( Zündstartschalter ) betrachten , erkennen Sie neben der Leitungen , die vom Bauteil wegführen , die Klemmenbezeichnung 30 , 15 und 50 .

Die genormten Klemmenbezeichnungen wurden eingeführt , damit beim Anklemmen von Leitungen Verwechslungen vermieden werden .

Sollwert : Das heißt , dieser Wert soll bei der Messung erreicht werden .

Istwert : der am Bauteil tatsächliche gemessene Wert .

Multimeterarten :
Man unterscheidet zwischen zwei Arten von Multimetern .

*Digital - Multimeter : Wird der Messwert sofort als Zahlenwert
dargestellt .

*Analog - Multimeter : Wird der Messwert durch den Ausschlag
des Zeigers dargestellt .

Digital bedeutet : Ziffernmässig , Stufenweise , Sprungweise

Analog bedeutet : gleichartig , Stetig , stufenlos

Wichtig bei Messungen :

*Spannungsmessung erfolgt Parallel zum Messobjekt

*Strommessung erfolgt in Reihe zum Messobjekt

*Wiederstandsmessung erfolgt im Spannungslosen Zustand

Übersicht : Spannungs- Strom - und Wiederstandsmessung

Spannungsmessung im KFZ :
*Batteriespannung
*Anlasserspannung
*Generatorspannung
*Lampenspannung

Strommessung im KFZ :
*Lampenstrom
*Entladestrom der Batterie
*Prüfströme bei der Fehlersuche

Wiederstandsmessung im KFZ :
*Durchgangsprüfung
*Zündspulen
*Temperaturfühler

Das Ohmsche Gesetz :

Diesen Zusammenhang zwischen U , I und R nennt man das Ohmsche Gesetz .

1 Kommentar 11.5.06 16:44, kommentieren

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Thema : Starterbatterie

Die Starterbatterie liefert und speichert die Energie für die elektrischen Systeme in einem Kraftfahrzeug .
Da die sie wiederaufladbar ist , wird sie auch als Akkumulator bezeichnet .

Starterbatterien gibt es in verschiedener ausführungen spricht von der Form ( Aussehen ) und von den Leistungen her .
Hier sind zwei Beispiele von Akkumulatoren :






Montage und Aufbau einer Starterbatterie :






Anhand dieses Beispieles wird ihnen der Aufbau und Funktion näher erklärt :

Batteriezelle :
Die Starterbatterie besteht aus mehrern Zellen . Eine Zelle besteht aus den positiven und negativen Bleiplatten . Um Berührung und Kurzschluss zu vermeiden sind sie durch Seperatoren getrennt .
Damit ein hoher Strom fließen kann , muss eine große Plattenoberfläche vorhanden sein , deshalb sind die Zellen mit möglichst vielen dünnen elektrolyten bestückt .
Eine Zelle liefert eine Nennspannung von 2 Volt .
Durch Verbinden der Zellen in Reihenschaltung ergeben sich je nach Anzahl der Zellen 6 Volt oder 12 Volt .

Elektrolyt :
Er füllt den Raum zwischen den Bleiplatten und dem Seperator aus . Über den Plattensätzen befinet sich der Elektrolytenvorraum .
Unter den Platten ist ein Schlammraum , der abgelöstes Blei aufnimmt .

Gehäuse :
Ein Blockkasten umschließt die Zellen . Mit dem Blockdeckel , der die Verschluss - und Einfüllstopfen enthält , wird die Batterie geschlossen .

Pole :
Über sie wird die Gesamtspannung ( Klemmenspannung ) abgenommen und die Batterie ( Akkumulator ) mit dem Boardnetz verbunden .
Die Pole sind mit + und - gekennzeichnet .
Um sie gegen vertauschen zu kennzeichnen bzw sichern , hat der Pluspol den dickeren durchmesser .

Elektrochemische Vorgänge :

Entladevorgang :
Die Stromentnahme bewirkt in der Zelle eine elektrische Reaktion . Das Braune Bleidioxid der Plusplatten und das graue Blei ( Pb ) der Minusplatten wird in weißes Bleisulfat ( PbSO ) umgewangelt .
Dabei wird Schwefelsäure H²SO ) umgesetzt . Es entsteht Wasser ( H²O ) und die Säuredichte verringert sich .

Entladener Zustand :

Beide Platten haben sich zu Bleisulfat ( PbSO )umgebildet . Die Säuredichte ist etwa auf 1,12g / cm ³ gesunken , die Säurekonzentration auf 12 % .


Ladevorgang :

Unter Stromzuführung kehrt sich die elektrochemische Reaktion um . Das weiße Bleisulfat ( PbSO ) der Plusplatten wird in braunes Bleidioxid ( PbO2 ² ) und das der Minusplatten in graues Blei ( Pb )umgewangelt . Dabei wird Wasser ( H²O ) umgesetzt . es entsteht Schwefelsäure ( H²SO ) . Die Säuredichte erhöht sich .


Batterie - Kennzeichnung :
Um die Batterie verschiedener Hersteller austauschen zu können , ist eine Typenbezeichnung auf dem Batteriegehäuse vorgeschrieben .
Nehmen wir als Beispiel die Batterie mit der Typenbezeichnung :
12 V
44 Ah
450 A

12 V = Die Nennspannung
44 Ah = Nennkapazität
450 A = Der Kälteprüfstrom

Erklärung :

Nennspannung :
Sie ist mit 2,0 V je Zelle festgelegt .

Kapazität :
Unter der Kapzität ( k = I * t ) vertseht man die gespeicherte elektrische Energie in Amperstunden ( Ah ) , die eine Startebatterie zugeführt oder entnommen werden kann .

Kälteprüfstrom :
Er ist die Stromstärke , die eine voll geladene Starterbatterie bei - 18 ° C für die Dauer von 10 sec abgeben muss , ohne dass die Klemmspannung 7,5 V unterschreitet .


Bauarten von Batterien :

Wartungsfreie Starterbatterien :
Unter Normalbedingungen soll sich der Elektrolytstand nur soweit verringern , dass innerhalb von 2 Jahren nicht nachgefüllt werden muss .
Sie haben Einfüllstopfen zum Einfüllen der Batteriesäure und zum Auffüllen des Säurestandes mit stiliertem Wasser .

Absolut wartungsfreie Starterbatterien :

Sie ist dicht verschlossen und erfordert kein Nachfüllen des Säurestandes . Ein Neigungswinkel Batterie von 70 Grad ist zulässig .
Diese Batterien haben keine Einfüllstopfen und werden befüllt gelagert .
Eine Sichtprüfung ist bei diesen Batterien möglich , und zwar an den Punkt , der wiederum anzeigt ob die Batterie voll ( Güner Punkt ) , Nachladen ( Grauer Punkt ) , oder austauschen ( Weißer Punkt ) ist .

Heavy Duty Batterien :

Es sind Batterien mit einer erhöhten Lebensdauer , die eine extra hohen Rüttel - und Zyklenfestigkeit aufweisen .

Gel - Batterien :

Bei ihnen ist die Säure in einem festem Mehrkomponenten Gel gebunden . Durch die Zugabe von Kieselsäure zur Schwefelsäure entsteht eine gelartige Masse in der die elektrochemischen Reaktionen ablaufen .

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Thema : Drehstromgenerator






Die Stromerzeugung im Kfz erfolgt durch den Generator. Er soll dafür sorgen, dass die Batterie als Energiespeicher immer ausreichend geladen ist. Generatoren erzeugen zuerst Wechselstrom der durch Dioden im Inneren des Generators zu Gleichstrom gerichtet wird. In heutigen Fahrzeugen werden Drehstromgeneratoren mit Leistungen von 400 bis 1600 Watt verwendet. Die Erzeugung der elektrischen Energie im Kraftfahrzeug erfordert jedoch zusätzlichen Kraftstoff.



Die Aufgaben eines Drehstromgenerators:

-Während des Betriebes des Kraftfahrzeuges die elektrischen Verbrauer mit Energie zu versorgen
- die Starterbatterie zu laden.




Die Eigenschaften eines Drehstromgenerators:

- Hohe Leistung bei kleiner Bauweise und geringem Gewicht (kleines Leistungsgewicht)
- Leistungsabgabe schon bei Motorleerlauf möglich, dadurch frühzeitiger Ladebeginn der Starterbatterie
- verschleißarm, dadurch geringer Wartungsaufwand und lange Lebensdauer
- der Ladestrom wird feststehenden Klemmen entnommen, über Schleifkohlen und Schleifringe fließt nur ein kleiner Erregerstrom
- bei Verwendung eines entsprechenden Lüfterrades ist er drehrichtungsunabhängig
- die Plusdioden verhindern den Stromfluss von der Starterbatterie in den Generator
- Einsatz einfacher und billiger elektronischer Regler möglich
- kein Überlastungsschutz für den Generator erforderlich.

Der Aufbau eines Drehstromgenerators

- Ein Drehstromgenerator besteht aus einem geblechten Ständer mit dreiphasiger Ständerwicklung
- Leistungsdioden (drei Plus-Dioden und drei Minus-Dioden) mit feststehenden Anschlüssen des Ladestromkreises
- drei Erregerdioden
- Läufer mit Schleifringen und Kohlebürsten.
- In einem der beiden Lagerschilde kann der Spannungsregler eingebaut sein.

Die Gleichrichtung:

Die Gleichrichtung des Drehstromes erfolgt durch 6 Leistungsdioden (3 Plus- und 3 Minusdioden), die in einer Drehstrom-Brückenschaltung zusammengeschaltet sind (Bild). Es wird dabei in jede Phase je eine Diode an der Plusseite (Plusdiode) und eine an der Minusseite (Minusdiode) angeordnet. Bei dieser Vollweggleichrichtung werden auch die negativen Halbwellen des Drehstromes zur Erzeugung des Gleichstromes herangezogen. Die in den drei Wicklungssträngen entstehenden positiven Halbwellen werden von den Plusdioden, die negativen Halbwellen von den Minusdioden durchgelassen.







Zur Gleichrichtung werden Siliciumdioden verwendet. Sind die Dioden in Durchlassrichtung gepolt, so entsteht in jeder Diode ein Spannungsabfall von etwa 1 V. Je nach Stärke des Stromes in der Diode kann in einer Leistungsdiode eine Verlustleistung bis 60 W, in einer Erregerdiode von etwa 5 W auftreten. Die dabei entstehende Verlustwärme kann nur durch unterschiedliche Baugrößen der Dioden und durch entsprechend große Kühlbleche abgeführt werden. Eine zu große Erwärmung der Dioden führt zu ihrer Zerstörung. Bei der Montage der Dioden muss deswegen für eine gute Wärmeableitung gesorgt werden. Die Plusdioden haben noch die zusätzliche Aufgabe, einen Stromfluss von der Batterie in den Generator zu verhindern. Man bezeichnet diese Wirkung auch als Rückstromsperre.



Die Elektrische Innenschaltung:

Ein Drehstromgenerator besteht aus
- der Drehstromwicklung mit den drei Wicklungssträngen, die in Sternschaltung miteinander verknüpft sind
- den drei Plus- und den drei Minusdioden, wobei jeweils eine Plus- und eine Minusdiode mit einem Wicklungsstrang verbunden ist
- den drei Erregerdioden, die mit den drei Minusdioden eine Drehstrombrückenschaltung bilden
- der Erregerwicklung
- dem elektronischen Spannungsregler
- den Anschlussklemmen.






Die Regelung von Drehstromgeneratoren

Aufgabe:
Der Regler muss die Generatorspannung bei allen Drehzahlen und Belastungsfällen nahezu konstant auf der erforderlichen Höhe halten, damit die Verbraucher keinen Spannungsschwankungen ausgesetzt werden.
Bleibt der Generator ungeregelt, d.h. die Erregerwicklung ist dauernd eingeschaltet, so stellt sich der maximale Erregerstrom IEmax ein. Dieser wird vom Widerstand der Erregerwicklung begrenzt. Die Spannung des Generators würde in diesem Fall unzulässig hohe Werte erlangen, was zu einem Gasen der Starterbatterie führen würde.



Der Regelvorgang

Die Höhe der im Generator induzierten Spannung ist von der Drehzahl und der Stärke des Magnetfeldes bzw. dem Erregerstrom IE abhängig. Da wegen der unterschiedlichen Fahrbedingungen sich die Generatordrehzahl laufend ändert, kann die Spannungsregelung nur über ein Verändern des Erregerfeldes bzw. des Erregerstromes erfolgen. Der Regler ist so abgestimmt, dass er in 12-V-Anlagen die Generatorspannung auf annähernd 14 V, in 24 V-Anlagen auf annähernd 28 V einregelt. Die Generatorspannung liegt dabei knapp unterhalb der Gasungsspannung der Starterbatterie. Damit wird ein ausreichendes Laden gewährleistet und ein Schädigen durch Überladung verhindert. Die Höhe des erforderlichen Erregerstromes ist von der augenblicklichen Belastung und der Generatordrehzahl abhängig

1 Kommentar 8.5.06 20:58, kommentieren

Eigendiagnose

Eigendiagnose

Fragen zur Eigendiagnose

1)Welche 7 Teilsysteme umfasst die Eigendiagnose?

Antwort:
Die Eigendiagnose hat folgende Teilsysteme:
-Selbstcheck
-Plausibilität
-Selbstheilung
-Notlaufsystem mit Ersatzwerten
-Redundanz
-Lernsystem=Adaption
-Diagnose durch Auslesen des Fehlerspeichers



2)Der Selbstcheck erkennt einen Defekt und lässt die Motorkontrollleuchte aufleuchten. Wie kann sich ein längerer Motorbetrieb im Notlauf negativ auswirken?

Bei längerem Notlaufbetrieb des Motors kann der Katalysator erhebliche schäden tragen .
Unteranderem lässt die Leistung ( Beschleunigung ) des Motors nach , und der Kraftstoffverbrauch steigt enorm .
Der Kunde ist also gezwungen die nächst nah liegende Werkstatt aufzusuchen , um das Problem zu beheben .




Stift 2 - J1850 Bus+
Stift 4 - Fahrzeug-Masse
Stift 5 - Signal Masse
Stift 6 - CAN High (J-2284)
Stift 7 - ISO 9141-2 K Ausgang
Stift 10 - J1850 Bus
Stift 14 - CAN Low (J-2284)
Stift 15 - ISO 9141-2 L Ausgang
Stift 16 - Batterie (+)-Spannung


3)Welche Möglichkeiten hat das Notlaufsystem bei Erkennen eines defekten Sensors bzw. defekten Leerlaufdrehstellers als Stellglied?

Nach einem Soll-Istwert Vergleich festgestellter Fehler (Plausibilität), also einem abweichendem Wert, setzt das Notlaufsystem einen Notwert, der den Betrieb ohne folgende Schäden ermöglicht.

4)Wie erkennt die Sensorüberwachung einen Kabelbruch des Kühlmitteltemperaturfühlers?

Für die Sensorüberwachung werden zwei Widerstände in Reihe geschaltet.
R1 ist ein fester Widerstand im Steuergerät und R2 ist der NTC für die Kühlmitteltemperatur.
Angelegt ist eine Spannung von 5V.

Tritt nun ein Kabelbruch auf,fällt an R2 die Gesammtspannung
ab(Widerstand unendlich gross),un an R1 fällt keine Spannung ab. Daran erkennt die Sensorüberwachung den Kabelbruch bzw. einen Sensordefekt.
In diesem Fall wird ein Ersatzfestwert (z.B. 80°)an das Steuergerät gesendet.


5)Welcher Vorteil ergibt sich durch die Redundanz?

Antwort:
Wird bei einem System mit Redundanz ein Sensor defekt, so wird das fehlende Signal durch ein anderes Signal von einem 2.Sensor übernommen.

6)Mit der Eigendiagnose sind nicht immer eindeutige Fehlerbeurteilungen möglich. Zeigen sie das am Beispiel des Leerlaufdrehstellers auf.

Gelangt z.B. Falschluft über einen undichten Flansch in das Ansaugsystem, ohne vom Luftmassenmesser erfasst zu werden, gleicht die Lambda-Regelung die abmagerung durch verlängerte Einspritzzeit aus.
Im Leerlauf erhält der Motor eine erhöhte Gemischmenge, es stellt sich eine höhere Leerlaufdrehzahl ein. Der Leerlaufdrehsteller versucht durch Verringerung des Bypassquerschnitts die Soll-Drehzahl zu erreichen. Reicht der vorhandene Verstellbereich nicht aus, deutet die Eigendiagnose das Stellglied „Leerlaufsteller“ als defekt.
Wird in der Werkstatt entsprechen der Fehlerauslese der „defekte“ Leerlaufdrehsteller ersetzt, zeigt die Elektronik weiterhin den gleichen Fehler an. Erst nach Überprüfung des mechanischen Systems kann der Fehler erkannt und behoben werden.


7)Erklären sie an einem einfachen Stromkreis den Spannungsabfall Uv. Wo finden sie Informationen über den Spannungsabfall in ihrem Tabellenbuch. Wozu können sie diese Informationen benutzen. Konstruieren sie ein Beispiel.

Der Spannungsabfall an folgendem Beispiel:
Wenn man z.B. ein Voltmeter parallel zur Leitung zwischen Generator und Batterie schaltet kann man den Spannungsabfall in der Leitung messen.


8)Zeichnen sie die CARB-Steckerbelegung der im Raum 23 stehenden Fahrzeuge auf und ordnen sie dem Stecker ein Übergangsprotokoll zu. Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Übertragungsprotokoll und einem auszuwählenden Scantool?

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CAN-Bus Systeme

CAN-BUS

Allgemeine Einführung

Schnittstellen dienen zur Übertragung von Informationen zwischen den einzelnen Komponenten eines Systems.

In einem Bussystem werden alle Komponenten über kurze Stichleitungen an eine gemeinsame Datenleitung angeschlossen.

Der Aufwand für die Verkabelung wird dadurch minimiert, und es können leicht zuätzlcihe Komponenten angeschlossen werden.

Der Datenfluss muss jedoch über ein Zugriffsverfahren (Protokoll) gesteuert werden, wenn alle Komponenten eine gemeinsame Busleitung benutzen. Dabei sollen möglichst auch Komponenten unterschiedlicher Hersteller zusammenarbeiten. Dies nennt man offenes Bussystem.

Das Controller Area Network (CAN) verbindet mehrere gleichberechtigte Komponenten (Knoten, Node) über einen 2-Draht Bus miteinander. Das CAN-Protokoll wurde 1983 von Bosch für den Einsatz in Kraftfahrzeugen entwickelt.




Der Zustand mit zwei unterschiedlichen Pegeln auf Can-H und CAN-L wird als der dominante Zustand genannt (Pegeldifferenz größer 3,5 Volt); der Zustand mit zwei gleichen Pegeln wird als rezessiv bezeichnet (Pegeldifferenz kleiner 1,5 Volt).

Der dominante Zustand entspricht per CAN Definition einer logischen Null: Legt ein Knoten eine logische Null auf den Bus, überschreibt er möglicherweise den Zustand einer logischen Eins eines anderen Knotens.
Die Kopplung der Knoten über die Bussleitung stellt eine logische Und-Verknüpfung dar (Wired-And).
Aufgrund der hohen Störsicherheit, der geringen Kosten und der Echtzeitfähigkeit wird CAN auch in der Automatisierungstechnik, vor allem in Textilmaschinen, Aufzugssteuerungen und in Landmaschinen eingesetzt.
Die Organisation „Can in Automation“ (CiA) widmet sich der Weiterentwicklung des CAN Protokolls.


Physikalische Beschreibung der CAN Schnittstelle

Die physikalischen Gegebenheiten für CAN und viele andere Busprotokolle, wie z.B. Profibus, sind in der ISO 11898 definiert. Zur Umsetzung dieser Spezifikation stehen viele Microchips zur Verfügung, wie z.B. der PCA82C250 von Philips.

Die elektrische Störsicherheit wird unter anderem dadurch erreicht, dass ein Bit auf zwei Leitungen gleichzeitig mit einer gegensinnigen Potezialänderung abgebildet wird. Man spricht hier auch von einem differentiellen Signal.

Auf einer zweiten Leitung wird also eine redundant invertierte Übertragung des logischen Signals vorgenommen. In die Leitung eingestreute Störungen wirken auf beide Leitungen in der gleichen Richtung. Da die beiden differentiellen Leitungen jedoch immer gegensinnige Pegel haben, bleibt die Differenz der Pegel auch bei Störungen weitgehend erhalten. Dies nennt man Gleichtaktunterdrückung, auf englisch „Common Mode Rejection Ratio“ (CMRR).
Die Leitung CAN-High und Can-Low enthalten das invertierte und das nicht invertierte serielle Datensignal.

Durch die Ausführung als offener Collector (PNP auf VCC bei CAN-H und NPN auf GND bei CAN-L) können ausserdem mehrere Teilnehmer auf dem Bus parallelgeschaltet werden, ohne daß im Konfliktfall elektrische Kurzschlüsse entstehen



Eine weitere Maßnahme zur Erhöhung der Störsicherheit ist das NRZI-Verfahren: Dabei wird nach maximal fünf Bits gleicher „Polarität“ (rezessiv bzw. dominant) ein Bit der jeweils anderen Polarität eingefügt.


Steckerbelegung

Als Steckverbinder für den CANbus hat sich der vom CiA vorgeschlagene 9 polige Sub-D Stecker durchgesetzt. In den Knoten werden sowohl weibliche wie auch männliche Steckverbinder gleichzeitig eingesetzt. Somit können ohne Unterbrechung weitere Knoten in die Busleitung integriert werden.

Für die Übertragung von CAN Signalen ist mindestens ein 3 poliges Kabel mit CAN-High, CAN-Low und Ground erforderlich. Die Verwendung eines geschirmten Kabels ist nicht vorgeschrieben. Bei größeren Leitungslängen sind Verdrillung des Leitungspaares und Schirmung zu empfehlen.

Die Organisation CiA definierte daneben auch noch einen 5 poligen Rundsteckverbinder und einen 4- oder 5-poligen "open style" Stecker, ohne auf die Abmessungen einzugehen. Eine ebenfalls nützliche Sache ist der von CiA definierte 10 polige "multipole Connector". Dahinter steckt eine 10 polige Doppelpfostenleiste. Pin 10 ist dabei reserviert und bleibt frei.

1 reserviert
2 CAN-L negiertes CAN-Signal (Dominant Low)
3 CAN-GND Masse
4 reserviert
5 CAN-SHLD Schirmung (optional)
6 GND Geräte Masse (optional)
7 CAN-H positives CAN Signal (Dominant High)
8 reserviert
9 VCC Versorgungsspannung (optional)


Bitrate und Leitungslängen

Das CAN Netzwerk kann prinzipiell Bitraten bis zu 1Mbit/s übertragen. Alle CAN-Knoten müssen die Nachricht gleichzeitig verarbeiten können. Die maximae Kabel-Länge ist daher abhängig von der Bitrate.
Die Tabelle zeigt empfohlene Bitraten und die entsprechende maximale Kabellänge.

Bitrate Kabellänge
10 kbits/s 6,7 km
20 kbits/s 3,3 km
50 kbits/s 1,3 km
125 kbits/s 530 m
250 kbits/s 270 m
500 kbits/s

130 m
1 Mbits/s 40 m


Busterminierung (Abschlusswiderstand)

Die Busterminierung erfolgt beim CAN Bus mit 120 Ohm. Eine Terminierung ist auch schon bei kurzen Leitungen mit niedrigen Baudraten erforderlich, da sie bei CAN gleichzeitig als kombinierter Pullup und Pulldown Widerstand für alle Teilnehmer arbeitet.

Ohne Terminierung gibt es nicht nur Reflexionen, sondern beide CAN Leitungen hängen in der Luft. In der Praxis reicht bei kurzen Leitungen eine Terminierung an einem Ende, idealerweise wird der Bus aber an beiden Enden (und nur dort) mit jeweils 120 Ohm terminiert.


Prinzip des Datenaustausches im CAN Netzwerk

Bei der Datenübertragung in einem CAN Bus werden keine Knoten adressiert, sondern der Inhalt einer Nachricht (z.B. Drehzahl oder Motortemperatur) wird durch einen eindeutigen Identifier gekennzeichnet.

Neben der Inhaltskennzeichnung legt der Identifier auch die Priorität der Nachricht fest.

Mit der dann folgenden Akzeptanzprüfung stellen alle Stationen nach korrektem Empfang der Nachricht anhand des Identifiers fest, ob die empfangenen Daten für sie relevant sind oder nicht. Durch die inhaltsbezogene Adressierung wird eine hohe Flexibilität erreicht: Es lassen sich sehr einfach Stationen zum bestehenden CAN-Netz hinzufügen.

Außerdem ergibt sich die Möglichkeit des Multicasting: Eine Nachricht kann von mehreren Teilnehmern gleichzeitig empfangen und ausgewertet werden. Messgrößen, die von mehreren Steuergeräten als Information benötigt werden, können über das CAN-Netz so verteilt werden, dass nicht jedes Steuergerät einen eigenen Sensor benötigt.

Kollisionsprüfung

Jeder Teilnehmer darf Daten ohne besondere Aufforderung irgend eines Masters verschicken. Wie bei Ethernet kann es hier zu Kollisionen kommen, die allerdings per Hardware aufgelöst und durch Wiederholung behoben werden.
Eine Kollision wird dadurch erkannt, daß ein Sender den gesendeten Identifier selbst zurückliest und vergleicht. Bei Ungleichheit war ein Teilnehmer mit höherer Priorität da, welcher die Leitung an irgendeiner Stelle in den dominanten Pegel gezogen hat.

Der Identifier mit der niedrigsten Binärzahl hat somit die höchste Priorität.

Den Vorgang zur Kollisionsprüfung über den Identifier nennt man „bitweise Arbitrierung“. Entsprechend dem "Wired-and-Mechanismus", bei dem der dominante Zustand (logisch 0) den rezessiven Zustand (logisch 1) überschreibt, verlieren all diejenigen Knoten den Wettstreit um die Buszuteilung, die rezessiv senden, aber auf dem Bus dominant beobachten. Alle "Verlierer" werden automatisch zu Empfängern der Nachricht mit der höchsten Priorität und versuchen erst dann wieder zu senden, wenn der Bus frei wird.

Der CANbus ist somit ein Bussystem mit bedarfsabhängiger Buszuteilung.

Auch gleichzeitige Buszugriffe mehrerer Knoten müssen immer zu einer eindeutigen Busvergabe führen. Durch das Verfahren der bitweisen Arbitrierung über die Identifier der zur Übertragung anstehenden Botschaften wird jede Kollision nach einer berechenbaren Zeit eindeutig aufgelöst: Im CAN Standard Format sind es maximal 13 Bitzeiten, im erweiterten Format sind es maximal 33 Bitzeiten.

Schichten der CAN-Software und CAN-Hardware

Die einzelnen Aufgaben des CANBus sind in sogenannten „Schichten“ (Layer) definiert.

Bitübertragungsschicht (Physical Layer)
Diese Schicht beschreibt die physikalischen Eigenschaften, wie z.B. Stecker, Kabel, Signalpegel und wie ein Bit auf der Leitung dargestellt wird.

Übertragungsschicht (Transfer Layer)
Die Übertragungsschicht hat die Aufgabe, das spezifizierte Busprotokoll abzuarbeiten. Dazu gehören die Erzeugung eines Übertragungsrahmens ("Pakets"), die Anforderung des Busses mit der nötigen Erkennung des Buszustands (frei, belegt) und evtl. die Durch- bzw. Weiterführung des Zugriffs (dezentrale Buszuteilung). Dazu kommen die Aufgaben der Fehlererkennung und Fehleranzeige.

Objektschicht (Object Layer)
Diese Schicht hat als Hauptaufgaben die Botschaftenverwaltung und Zustandsermittlung. Sie entscheidet, welche Botschaften momentan zu übertragen sind. Auf der Empfängerseite nimmt sie eine Botschaftenfilterung anhand der Kennung im Identifikationsfeld vor, d.h. eine Entscheidung, welche Botschaften vom Knoten akzeptiert werden müssen und welche nicht.

Anwendungsschicht (CAN Application Layer CAL)
In dieser Schicht werden die zu übertragenden Daten als Botschaften bereit gestellt und mit einer Kennung versehen, die eine inhaltsbezogene Adressierung ermöglichen. Durch die Wahl der Kennung wird jede Nachricht mit einer festgelegten Priorität versehen.


Aufbau einer CAN Nachricht

Eine Nachricht wird in einer für den CAN-Bus eigenen Form verpackt. Diese Verpackung wird als „Frame“ bezeichnet.
Ein Frame besteht aus 7 Kennfeldern:

* Start-Condition
* Message Identifier
* Steuerbits
* Daten (0-8 Bytes)
* Prüfbits
* Acknowledge-Bit
* Stop-Condition

Man unterscheidet außerdem die Frames nach der Länge des Identifiers:

* Standard Frame (11 Bit Identifier)
* Extendet Frame (29 Bit Identifier)

Nach der Art des Frames unterscheidet man den

* Data Frame (Daten werden ohne spezielle Aufforderung gesendet)
* Remote Data Frame (Daten werden angefordert – Ein Empfänger, der den REMOTE identifiziert, sendet daraufhin seine Nachricht)

Den Aufbau des Standard-Frames nach Standard CAN 2.0A zeigt die folgende Tabelle:

Start
1 Bit Identifier
11 Bit RTR
1 Bit IDE
1 Bit r0
1 Bit DLC
4 Bit DATA
0...8 Byte CRC
15 Bit ACK
2 Bit EOF+IFS
10 Bit

Den Aufbau des Extended-Frame nach Standard CAN2.0B zeigt die folgende Tabelle:

Start
1 Bit Identifier
11 Bit SRR
1 Bit IDE
1 Bit Identifier
18 Bit RTR
1 Bit r1
1 Bit r0
1 Bit DLC
4 Bit DATA
0...8 Byte CRC
15 Bit ACK
2 Bit EOF+IFS
10 Bit

Start: dominant, dient der Synchronisation,
Identifier: Information für den Empfänger und Prioritätsinformation
für die Busabritierung
RTR: rezessiv , unterscheiden zwischen Daten ( dominant ) ,
und Datenanforderungstelegramm ( rezessiv )
IDE: Identifiere
rO: reserviert
DLC: enthält die Daten Längeninformation der nachfolgenden
Daten
DATA: enthält die Daten des Telegramms
CRC: kennzeichnet den Fehlercode
ACk: enthält Rückmeldung von anderen Teilnehmern
EOF: kennzeichnet das Ende des Datentelegramms
IFS: kennzeichnet den Zeitraum für das Übertragen einer
korrekt empfangenden Nachricht
SRR: ersetzt im Extended Frame das RTR Bit


Fehlererkennung im CAN Netzwerk

Das CAN-Protokoll kann Fehler selbst erkennen und signalisieren. Um Fehler zu erkennen, sind im CAN-Protokoll drei Mechanismen auf der Nachrichernebene implementiert:

1. Cyclic Redundancy Check (CRC)
Der CRC sichert die Information des Rahmens , indem sendeseitig redundante Prüfbits hinzugefügt werden. Empfangsseitig werden diese Prüfbits aus den empfangenen Bits neu berechnet und mit den empfangenen Prüfbits verglichen. Bei Nichtübereinstimmung liegt ein CRC-Fehler vor.

2. Frame-check
Dieser Mechanismus überprüft die Struktur des übertragenen Rahmens Die durch Frame-Check erkannten Fehler werden als Formatfehler bezeichnet.

3. ACK-Fehler

Von allen Empfängern werden die empfangenen Rahmen durch positives Acknowledgement quittiert. Wird am Sender kein Acknowledgement erkannt (ACK-Fehler), so deutet dies auf einen möglicherweise nur von den Empfängern erkannten Übertragungsfehler, auf eine Verfälschung des ACK-Feldes oder auf nicht vorhandene Empfänger hin.

Außerdem sind im CAN-Protokoll zwei Mechanismen zur Fehlererkennung auf der Bitebene implementiert.

1. Monitoring
Jeder Knoten der sendet, beobachtet gleichzeitig den Busspegel. Er erkennt dabei Differenzen zwischen gesendetem und empfangenen Bit. Dadurch können alle globalen Fehler und lokal am Sender auftretenden Bitfehler sicher erkannt werden.


2. Bit-stuffing
Auf der Bitebene wird die Codierung der Einzelbits überprüft. Das CAN-Protokoll nutzt die NRZ-Codierung (Non-Return-to Zero), die eine maximale Effizienz bei der Bitcodierung gewährleistet. Dabei werden die Synchronisationsflanken nach der Methode des Bit-stuffings erzeugt, indem vom Sender nach fünf aufeinanderfolgenden gleichwertigen Bits ein Stuff-Bit mit komplementärem Wert in den Bitstrom eingefügt wird, welches die Empfänger automatisch wieder entfernen.

Werden ein oder mehrere Fehler mit Hilfe der oben beschriebenen Mechanismen von mindestens einem Knoten entdeckt, so wird die laufende Übertragung durch Senden eines "Error flag" abgebrochen. Dadurch wird die Annahme der übertragenen Nachricht durch andere Stationen verhindert und somit die netzweite Datenkonsistenz sichergestellt. Nach Abbruch der Übertragung einer fehlerhaften Botschaft beginnt der Sender automatisch, seine Nachricht erneut zu senden (Automatic Repeat Request).

Tritt ein Fehler mehrmals aufeinanderfolgend auf, führt dies zur automatischen Abschaltung des Knotens.


Effektive Übertragungsrate für Datenbytes

Trotz des selbsttätigen Zugriffs eines CAN-Knotens auf die Busleitung können für einen Knoten der höchsten Priorität Anhaltswerte für die effektive Übertragungsrate angegeben werden.
Eine Nachricht im Standard-Format mit acht Datenbytes benötigt maximal 130 Bits Dabei geht man von einer maximalen Anzahl von 19 Stuff-Bits und 3 Zwischenraumbits aus:

1 Start bit
+11 Identifier bits
+ 1 RTR bit
+ 6 Control bits
+ 64 Data bits
+ 15 CRC bits
+ 19 (maximum) Stuff bits
+ 1 CRC delimiter
+ 1 ACK slot
+ 1 ACK delimiter
+ 7 EOF bits
+ 3 IFS (Inter Frame Space) bits
= 130 bits

Im Extended-Format sind maximal 154 Bits zu übertragen.

Die effektive Übertragungsrate bei 1000 kBit/s ergibt sich aus der Anzahl der Datenbits dividiert durch die Gesamtanzahl der Bits mal 1000 kBit/s.

Die folgende Tabelle listet Anhaltswerte für die effektive Übertragungsrate bei unterschiedlicher Anzahl von Datenbytes auf. Die variable Anzahl der Stuff-Bits ist dabei nicht berücksichtigt.
Die effektive Daten-Übertragungsrate sinkt um bis zu 15% gegenüber den Tabellenwerten, wenn Stuff-Bits aufgrund gleichartiger Pegel eingeführt werden.


Der Messverstärker GSV-3CAN, der pro Frame einen Messwert mit drei Datenbytes überträgt, kann über einen CANbus mit 1000 kBit/s maximal 338*1024/24 = 14421 Messwerte pro Sekunde übertragen.

Im Packed-Format des GSV-3CAN wird dagegen ein Frame mit 8 Datenbytes genutzt, der vier Messwerte zu je zwei Bytes enthält.
Dadurch erhöht sich die Anzahl auf 576*1024/64*4 = 36864 Messwerte pro Sekunde, die über den CANbus erfasst werden kann.

1 Kommentar 6.5.06 14:48, kommentieren

Thema : Optisches Tuning eines VW Lupo´s

Kundensituation :

Nach dem Besuch einer Automobilausstellung möchte ein
Kunde sein Fahrzeug , VW Lupo , optisch verändern .
Auf seiner Wunschliste stehen folgende Punkte :

* Spoilerstange und Seitenschweller
* Heckspoiler
* geänderte Scheinwerfer , Frontblinker , Seitenblinker
* LED-Seitenmakierungsleuchten und - Rückleuchten
* Spurverbreiterung
* Breitreifen auf Aluminium-Felgen
* Fensterfolie

1) Welche fahrzeugrelevanten Daten benötigen Sie aus dem
Fahrzeugschein ?

* Fahrzeugtyp und Schlüsselnummer
* Fzg-Identifikationsnummer
* Baujahr des Fzg
* Lackiernummer zum Lackieren der Anbauteile
* Felgenmasse

Kundengespräch :

Meister : Wir haben uns Ihre Wunschliste mal durchgeschaut ,
und finden , dass wir den Punkt mit den
LED-Seitenmarkierungsleuchten streichen möchten
da die eigentlich unnützlich sind .
Sind Sie damit einverstanden ?

Kunde : Finden Sie ? Aber Sie sind der Fachmann .
Ich freue mich auf das Ergebniss . Ich stelle Ihnen
5000 Euro zu verfügung .

Meister : Ich danke für Ihr Vertrauen wir werden Sie nicht
enttäuschen .

Einkaufsliste für die gewünschten Teile des Kundens :




Das wäre der Frontspoiler Kostenpunkt : 300 Euro
ohne Lackierung




Der Heckspoiler Kostenpunkt : 130 Euro ohne Lackierung




Die Seitenschweller Kostenpunkt : 130 Euro ohne Lackierung




Die Rückleuchten Kostenpunkt : 120 Euro ( Eintragungsfrei )



Die Scheinwerfer Kostenpunkt : 120 Euro




Die Spurverbreiterung hinten und vorne K : 200 euro




Die Alufelgen 16 Zoll und Reifen dazu K : 2000 Euro




Die Tönungsfolie in Rot wie die Wagen Farbe K : 90 Euro
( Eintragungsfrei )

Kostenloser Zusatzt von der Werkstatt ein schönen Auspuff



( Eintragungsfrei ) mit ABE

Zwischenbilanz : Kosten nur für die Aufgelisteten Teile
3090 Euro

Arbeitskosten mit Lackierung und nicht zuvergesen
Märchensteuer Gesamt : 4590 Euro ( da es ein sehr guter
Kunde von uns ist .

Zum Guten Schluss die ganzen eintragungen sind wir bei
5000 Euro angelangt .
Selbstverständlich wurde das Auto mit unserem Logo der
Werkstatt versehen , mit dem Drachen ( Dragon )
Unser Endergebniss



Ein bischen Fantasie ist immer gut

Wir Präsentieren : Dragonheart

Jetzt noch zum Abschluss paar Erklärungen :

FRAGgienator eine Nachricht über ICQ schicken

Standard Bedeutungen von ABE, ABG, E Prüfzeichen usw...
Viele Umbauten im Kraftfahrzeugbereich bedürfen einer amtlichen Genehmigung in Form von Freigaben, Abnahmen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Prüfzeugnissen, etc...

Im allgemeinen gibt es folgende Möglichkeiten, Tuningteile und Umbauten am Fahrzeug genehmigen zu lassen:

1. ) Die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE)

Die ABE wird meist bei problemlos zu montierenden Tuningteilen wie Leichtmetallrädern mit gleichem Durchmesser wie die im Fahrzeugschein eingetragene Serienbereifung mitgeliefert. Damit können diese Teile auf dem in der ABE freigegebenen Fahrzeugtyp montiert werden und müssen danach nicht durch einen aaSoP/PI begutachtet werden. Allerdings müssen die ABE-Papiere stets mitgeführt werden.
Hierbei gibt es aber auch Ausnahmen, so dass trotz ABE eine Abnahme nach § 19(2) oder §19(3) StVZO nötig sein kann. Es müssen alle Auflagen der ABE eingehalten werden, bei diesen Auflagen steht dann auch manchmal, dass eine Änderungsabnahme unverzüglich zu erfolgen hat. Dies ist z.B. der Fall, wenn durch den Anbau einer breiteren Felge mit anderer Einpresstiefe trotz Serienbereifung Bedenken hinsichtlich der Freigängigkeit oder Radabdeckungen bestehen.


2. ) Die Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG)

Teile wie beispielsweise Scheinwerfer müssen eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) besitzen. Jede ABG ist nur für bestimmte Modelle gültig, weshalb vor dem Kauf genaue Informationen eingeholt werden sollten, ob die Teile auch für Ihr Auto zugelassen sind.
Meistens muß das Fahrzeug nach dem Umbau beim TÜV vorgeführt werden und die Änderung in die Papiere eingetragen werden.


3. ) Die EG-Betriebserlaubnis

Die EG-Betriebserlaubnis entspricht weitgehend der ABE, ist aber für den gesamten EU-Raum gültig. Bei Teilen, die mit EG-Betriebserlaubnis verkauft werden, muß das Fahrzeug nicht beim TÜV vorgeführt werden, die EG-Betriebserlaubnis muß aber stets mitgeführt werden.

4. ) Das Teilegutachten (TGA) und damit verbunden die Anbauabnahme nach StVZO §19 Abs.3

Das Teilegutachten ist ein Gutachten, welches von einem Prüfinstitut nach festgelegten Kriterien und Inhalten angefertigt wird. Das Prüfinstitut muss von der Genehmigungsbehörde (bei uns das KBA in Flensburg) für diese Aufgabe akkreditiert (anerkannt sein). Der Hersteller der Teile muss nach DIN-ISO 9000 zertifiziert (regelmässig überprüft) sein.

Ältere Teilegutachten, welche den Nachweis des QS-Systems nicht beinhalten, dürfen nicht für Anbauabnahmen nach §19(3) hergenommen werden.

Im Teilegutachten wird sowohl das Teil, als auch der Verwendungsbereich beschrieben; zusätzlich sind evtl. Änderungen/Auflagen darin vermerkt.
Sind die Tuningteile mit Teilegutachten geliefert, hat immer eine Anbauabnahme nach StVZO §19 Abs.3. zu erfolgen. Diese Anbauabnahme kann bei allen Überwachungsorganisationen ÜO (FKÜ, KÜS; GTÜ etc.) sowie den technischen Prüfstellen (TP´s) durchgeführt werden . Dabei wird der korrekte Anbau der Teile und die Einhaltung der damit eventuell verbundenen Auflagen kontrolliert. (TP`s sind in den alten Bundesländern die TÜV´s und in den neuen Bundesländern die DEKRA )

Nach erfolgreicher Anbauabnahme wird ein Formblatt ausgefüllt (nach StVZO §19 Abs.4) was den bestimmungsgemässen Anbau bescheinigt. Diese Bescheinigung muss immer mitgeführt werden. Die Änderungen werden -bei richtig ausgefüllter Bescheinigung - erst bei nächster Gelegenheit (Umzug, Namensänderung etc.) durch die Zulassungsbehörde in den Brief übernommen. Ab 1.10.2005 werden die Briefe und Scheine bei Befassung der Papiere durch die Zulassungsbehörden gegen die neuen Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und 2 ersetzt.

Ist eine sofortige Berichtigung der Fahrzeugpapiere in der Änderungsabnahme nötig, so muss dies auch in der Anbaubescheinigung vermerkt werden (z.B. Krad von … mit Leistungsbeschränkung auf … ohne Leistungsbeschränkung )

Bei Anbauabnahme von mehrerer Teile kann es vorkommen, dass die Teile sich gegenseitig beeinflussen (können), z.B. kleineres Lenkrad und andere Rad-Reifenkombination; hier kann eine Anbauabnahme evtl. nicht mehr durchgeführt werden (wenn keine entsprechenden Hinweise in den TGA genannt werden) .
Dann muss eine Abnahme nach StVZO §19 Abs. 2 erfolgen.

5. ) Umfassendere Änderungen und Eintragung nach StVZO §19 Abs. 2 ( „Einzelabnahme“)

Unter diesen "Sammelbegriff" fällt alles andere was das Erlöschen der Betriebserlaubnis betrifft. Einzelabnahmen können nur bei den TP´s durchgeführt werden. Angefangen bei Fahrzeugteilen, die zwar ein TGA haben, aber der Verwendungsbereich nicht eingehalten wird, oder eine Kombination verschiedener Fahrzeigteile mit TGA die sich gegenseitig beeinflussen. (Eine Matrix, welche Teile sich gegenseitig beeinflussen (und eine Abnahme nach StVZO §19 Abs. 2 erfordern) sollte jedem Mitarbeiter einer ÜO haben/kennen)

Hierbei wird alles in dem vorliegenden Einzelfall geprüft und im Brief eingetragen. Die Betriebserlaubnis erteilt dann die zuständige Zulassungsbehörde, indem die technischen Daten in den Fahrzeugschein übertragen werden . Ab 1.10.2005 wird nur noch ein Datenblatt erstellt, mit dem die Zulassungsbehörden die Technischen Daten in die Zulassungsbescheinigung Teil 1 übernimmt.


6. Prüfberichte oder Technische Berichte

Es gibt auch Prüfberichte oder Technische Berichte, in welchen der Gutachter( ein aaS) bescheinigt, dass die Betriebserlaubnis nach § 19(2) nicht erlischt, wenn Anbauanweisung, Auflagen und Verwendungszweck eingehalten werden.
Diese Berichte müssen immer mitgeführt werden. So etwas gibt es z.B. für Scheinwerferblenden, aber auch für Kunststoffmotorhaubenverlängerungen.
Wenn alle Auflagen eingehalten sind, ist eine Abnahme nicht nötig, aber auf Wunsch möglich.

7. Unbedenklichkeitsbescheinigungen

Gerade im Zweiradbereich gilt noch die Reifenmarkenbindung, wenn sie der Hersteller vorschreibt. Die Reifen werden aber nach ein paar Jahren nicht mehr produziert, sondern durch "Nachfolgemodelle" ersetzt, welche dann eine andere Bezeichnung haben, die in den Fahrzeugpapieren nicht vermerkt sind..
Viele Hersteller geben sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigungen ( Reifenfreigaben) heraus, die auch im Inter heruntergeladen und ausgedruckt werden können. Damit ist dann keine Abnahme erforderlich, diese Freigabe muss aber ständig mitgeführt werden.


Abkürzungen:
aaS = amtlich anerkannter Sachverständiger
aaSoP = amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfer
PI = Prüfingenieur

1 Kommentar 6.5.06 12:31, kommentieren

Thema : Anhängerkupplung nachrüsten

Problemstellung :

Eine Familie möchte für Wochenendausflüge ihre Fahrräder bequem und sicher transportieren . Außerdem soll die transporteinrichtung mit wenigen Handgriffen und ohne Werkzeug montiert werden können . Sie hat sich daher für einen Fahrradträger entschieden , der auf eine abnehmbaren Anhängerkupplung montiert wird .
Da das Fahrzeug noch keine Anhängevorrichtung hat , erhalten Sie den Auftrag , die notwendigen Teile zu beschaffen und anschließend zu montieren .

1. Welche relevanten Daten können Sie dem Fahrzeugschein bezüglich der Nutzungsmöglichkeiten mit Anhängerkupplung entnehmen ?

Anhängelast mit Bremse : 1600 kg
Anhängelast ohne Bremse : 650 kg
Bis 8 % steigung

2. Was ist bei der Nutzung eines Fahrradträgers auf der Anhängerkupplung zu beachten ?

Das die Befestigung zur der Anhängerkupplung passt , und übereinstimmt , und das das Nummernschild sichtbar ist .

3. Erstellen Sie einen Arbeitsablaufplan für die Montage der Anhängerkupplung ohne Kugelkopf !

Als erstes ganz wichtig Auto auf der Bühne , die UVV sind zu beachten .
Die vorgesehenen Teile bereit legen , so sortieren das man den überblick hat .
Um die AHK zu montieren , muss zuerst im Bereich der Anlageflächen der Anhängervorrichtung der Unterbodenschutz sowie Dämmmaterial entfert werden , im Kofferraum Bodenbelag herrausnehmen und Stoßfänger hinten demontieren .
Der Pralldämpfer demontieren , falls vorhanden , Klebeband an den Befestigungspunkten entfernen .
Die Leitungen des mitgeliefertem Elektrosatzes anschließend vormontieren .
Wichtig die Stückliste auf ihrer rcihtigkeit und Komplettheiot kontrollieren , die Anzugsdrehmomente sind zu beachten .
Stoßfänger hinten und Kofferraumverkleidung wieder montieren .
Wichtiger Hinweis : Die Montageanleitung nach Montage nicht wegwerfen , sie ist den Fahrzeugpapieren beizufügen .

4. der fahrzeugspezifische Elektroanbausatz ermöglicht eine schnelle und sichere Verbindung zum Boardnetz :
a ) Welche Besonderheiten gibt es bezüglich der Kabelführung ?

Der einbau sollte parallel zur Montage der Anhängerkupplung erfolgen .
Elektrosatz ist seperater Lieferumfang .

b ) Wie erfolgt die Verbindung zwischen den Rückleuchten und der anhängerdose ?

Das mit einem L gekennzeichnete Leitungssatzende zur linken Schlußleuchte verlegen , und das gleiche mit der Rechten Seite ist durchzuführen .

c ) Welche Funktion hat das Anhängerblink-Überwachungsmodul ?

Wie der Name es schon sagt , es ist zur Überwachung der Blink Anlage da , bzw es erkennt ob der Anhänger angeschlossen ist .

d ) Woher kommt die Stromversorgung für den Anhänger ?

Es gibt zwei Möglichkeiten , entweder man holt sich das Plus von vorne vom sicherungkasten , oder direkt vom Kofferraum vorgesehene anschlüssmöglichkeiten .

5. Für die Klemme 9 und 13 ist ein Kabelquerschnitt von 2,5mm² vorgesehen . Welche Sicherung ist für diesen Querschnitt erforderlich und sinnvoll ?

Eine Sicherung von 15-20 Amper .

6. Wie erfolgt die Anhängerblinküberwachung im Armaturenbrett?

Das Blinken wird seperat über eine Kontrollleuchte im Armaturenbrett überwacht .

7. Nach Abschluss der Motagearbeiten führen Sie eine endkontrolle durch .
a ) Wie können Sie die Funktion der Steckdose prüfen ?

Mithilfe einer Prüflampe oder ein dafür vorgesehenes Prüfgerät ( AHK-Tester ) .

b ) Wie erfolgt die mechanische Funktionsprüfung ?

Indem man den Anhänger hinten dran hängt und die einzelnen Funktionen ( blinker r / L ,bremse etc ) durchgeht .

8. Nachdem alles einwandfrei funktioniert , muss die Anhängerkupplung zugelassen werden .
a ) Welche Art der Kontrolle ist erforderlich ?

Die ganz normale Sicht- und funktionsprüfung des Prüfers ist erforderlich .

b ) Welche Änderung der Fahrzeugpapiere ist erforderlich , wenn die AHK mit einer ABE ausgestattet ist ?

Unter Punkt 26-27 ( siehe Fzg-Schein ) muss es in den Fzg-Schein eingetragen werden .

9. Alle Formalitäten sind erledigt und der Kunde soll in die Handhabung eingewiesen werden .
a ) Welche Sicherheitsrelevanten Hinweise muss der Kunde bei der Fahrzeugübergabe unbedingt erhalten und beachten ?

Dem Kunden eine kurze einweisung zur Benutzung Der AHK geben , und ganz wichtig ist die Aushändigung der Einbauanleitung .

b ) Die Stützlast der Anhängerkupplung darf nicht überschritten werden . Wo findet der Fahrer die passenden Informationen ?

Fündig wird der Kunde im Kofferraum , da sich dort der Aufkleber für die AHK befindet .


Zum Abschluss paar kleine Erläuterungen zur AHK :


Anhängerkupplung

Eine Anhängerkupplung oder eine Anhängevorrichtung ist eine notwendige Vorrichtung, mit der ein Kraftfahrzeug ausgestattet sein muss, um einen Anhänger ziehen zu können.

Je nach Art des Zugfahrzeuges und des Anhängers unterscheidet man zwei Arten:
[Bearbeiten]



Am PKW wird hinten als Anhängevorrichtung ein Haken mit genormter Kugel montiert. Am Anhänger befindet sich als Gegenstück dazu an der Deichsel eine Kugelpfanne mit untenliegendem Verschluss. Dieser kann durch Anheben eines Hebels geöffnet werden. Sind die beiden zusammengekuppelt, so ist die Kugelpfanne auf der Kugel drehbar gelagert. Dadurch kann der Anhänger dem Zugfahrzeug gelenkig folgen.

Weiters gibt es für PKW Anhängevorrichtungen mit abnehmbarem Kupplungshaken, so dass sie bei Nichtverwendung nicht im Weg sind.

Die Anhängerkupplung dient auch als Basis für andere Transportvorrichtungen, wie z.B. Fahrradgepäckträger, die auf der Kugel befestigt werden

Zur kompletten Kupplung gehört auch die Steckdose und Stecker für die Fahrzeugbeleuchtung des Anhängers, da ja die Lichter mit dem Zugfahrzeug leuchten müssen. Dazu gibt es standardmäßig 7-polige oder 13-polige Steckverbindungen und auch Adapter von 7 auf 13 Pole.

Die Belegung der einzelnen Kontakte ist genormt und darf (bis auf die nicht belegten bei den 13-poligen Steckverbindungen) nicht anders belegt werden. 1...7 gelten sowohl für 7-polige als auch für 13-polige Steckverbindungen:

1. - Blinker links (L)
2. - Nebelschlußleuchte (54g) [Dauerstrom auf diesem Kontakt ist nicht mehr zulässig!]
3. - Masse für 1...8 (31)
4. - Blinker rechts (R)
5. - Schlußleuchte rechts (58r) [separate Kennzeichenleuchten nach Möglichkeit hier mit anschließen]
6. - Bremslicht (54)
7. - Schlußleuchte links (58l)
8. - Rückfahrscheinwerfer
9. - Dauerstrom
10. - Ladeleitung für eine evtl. vorhandene eigene Batterie im Anhänger
11. - nicht belegt
12. - nicht belegt
13. - Masse für 9...12

Die Zahlen in Klammern sind die in der Fahrzeugtechnik üblichen Klemmenbezeichnungen und sind bei 7-poligen Steckverbindungen oft auch direkt neben den Klemmen angegeben. Die beiden Masseverbindungen 3 und 13 sollten am Anhänger nicht miteinander verbunden sein (3 ist für die Grundfunktionen der Beleuchtung, 13 für die Komfortfunktionen), um die Funktion der Beleuchtung auch bei Störungen der anderen Ausstattung sicherzustellen.

Meist muss noch ein Schild mit der maximalen erlaubten Stützlast angebracht werden. Beim PKW sind es üblicherweise 50 oder 75 kg: Der Anhänger muss so beladen werden, dass im Ruhezustand nicht mehr als dieses Gewicht als Deichsellast auf die Anhängerkupplung drückt. Wenn die Deichsellast zu gering ist, kann der Anhänger zu pendeln beginnen.

In Deutschland muss eine nachträglich angebrachte Anhängerkupplung vom TÜV überprüft und abgenommen werden. Dies kostet derzeit 31,90 Euro (2006). In Österreich ist es davon abhängig, ob bereits eine Vorrichtung im Typenschein eingetragen ist oder nicht. Nur wenn keine eingetragen ist, muss sie von der Überprüfungsstelle der jeweiligen Landesregierung überprüft und eingetragen werden.

Die Voraussetzungen für einen abnahmefreien Anbau der AHK nach §19 Abs.3 STVZO sind in Deutschland, wie folgt:

* Die AHK muss eine EU-Zulassung haben (Prüfzeichen mit e beginnend).
* Nach §27 STVZO muss die AHK spätestens bei der nächsten Befassung (Halterwechsel) in die Fahrzeugpapiere unter Vorlage der Einbauanleitung bei der Zulassungsstelle eingetragen werden.
* Die zulässige Anhängelast ist anhand des D-Wertes der Anhängerkupplung zu überprüfen.
* Ist die errechnete Anhängelast geringer als die in den Fahrzeugpapieren unter Ziffer 28 eingetragene Anhängelast, so muss diese nach §27 Abs.1a über die Zulassungsstelle geändert werden.


Steckerbelegung Anhängerkupplung

Anhängerkupplung 7 Pol



PinL: Blinker Links
Pin54g: Nebelschlussleuchte (Danke an Joschi Glootz für den Hinweis)
Pin31: - Masse vom Fahrzeug Chassi
PinR: Blinker Rechts
Pin58R: Leuchte Rechts
Pin54: Bremsleuchte
Pin58L: Lechte Links


Anhängerkupplung 13 Pol



Pin1: Blinker links
Pin2: Nebelschlussleuchte
Pin3: Masse
Pin4: Blinker rechts
Pin5: Leuchte rechts
Pin6: Bremsleuchte
Pin7: Leuchte links
Pin8: Rückfahrscheinwerfer (nicht zu verwechslen mit Nebelschlussleuchte)
Pin9: + 12v Dauerplus
Pin10: + 12V Ladeleitung für Anhängerbatterie
Pin11: offen
Pin12: offen
Pin13: Masse

6.5.06 13:41, kommentieren